Körperbau

Der Panzer einer Schildkröte besteht aus Rückenpanzer (Carapax) und Bauchpanzer (Plastron). Beide sind durch eine Brücke miteinander verbunden. Die Innenseite des Panzers besteht aus Knochengewebe, das mit den Rippen der Schildkröte verwachsen ist. Die äußere Schicht wird von Hornplatten gebildet. Bei den meisten Sumpfschildkröten ist der Panzer relativ flach. Er kann glatt sein oder auch Kiele aufweisen, wie z.B. bei unseren Chinemys reevesii.
Der Panzer ist nicht so unempfindlich wie er aussieht. Zwischen Hornplatten und Knochen befindet sich eine von Blutgefäßen und Nerven durchzogene Hautschicht. Daher können Berührungen und Temperaturreize wahrgenommen werden. Bei Verletzungen der Hornplatten können Mikroorganismen in diese Schicht gelangen und Nekrosen verursachen.
Carapax Plastron
Die hinteren Gliedmaßen von Sumpfschildkröten sind meistens kräftig ausgebildet, und zwischen den Zehen befinden sich Schwimmhäute. Die vorderen Gliedmaßen sind dagegen eher schlank. Für Chinemys reevesii gilt das nicht. Sie haben keine besonders ausgeprägten Hinterbeine, sind aber dafür auch als schlechte Schwimmer bekannt.

Sinnesorgane

Sumpfschildkröten können sehr gut riechen, auch unter Wasser. Alles was interessant aussieht und vielleicht essbar sein könnte wird erstmal berochen. Die Augen sind ebenfalls wichtig für die Sinneswahrnehmung. Bewegungen werden auch aus großer Entfernung sehr gut erkannt. Sumpfschildkröten können Farben sehen und sich räumlich orientieren.
Das Gehör spielt dagegen eine untergeordnete Rolle. Tiefere Töne können wahrgenommen werden.

Geschlechtsunterschiede

Bei Sumpfschildkröten ist der Schwanz meist ein eindeutiges Unterscheidungsmerkmal. Er ist bei Männchen in der Wurzel oft recht dick, da sich dort der eingezogene Penis befindet. Die Kloakenöffnung ist weiter vom Panzer entfernt als beim Weibchen, und der Schwanz ist in der Regel deutlich länger. Bei vielen Arten bleiben die Männchen kleiner als die Weibchen. Bei einigen Schmuckschildkrötenarten haben die Männchen an den Vorderpfoten extrem verlängerte Krallen.

Bei C. reevesii kann man meist schon ab einem Alter von 2 Jahren das Geschlecht bestimmen. Geschlechtsreif sind die Tiere mit 6-8 Jahren.